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Warm­wasser­bereitung
Warmwasser­speicher - Boiler - Durchlauf­erhitzer

Zehn bis zwanzig Prozent des Energie­verbrauchs entfallen in deutschen Haus­halten auf die Erzeugung von Warm­wasser. Dabei gibt es mehrere verschiedene Systeme: Zum Beispiel die zentrale und die dezentrale Warm­wasser­bereitung.


Kombi­speicher

Erfolgt die Erwärmung von Brauch- bzw. Trink­wasser über ein Speicher­system, wird das Brauch­warm­wasser indirekt über das Heizungs­wasser erhitzt. Ein entsprechender Kombi­speicher dient neben der Speicherung und Bereit­stellung von Wärme für die Raum­heizung auch der Trink- bzw. Brauch­wasser­erwärmung. Insbesondere beim Einsatz eines Heiz­systems mit Anbindung an eine Solar­anlage kommt diese Kombination aus Trink­wasser- und Puffer­speicher zum Einsatz.

Tank-im-Tank

Bei der Speicher­variante Tank-im-Tank enthält der Speicher zwei ineinander liegende, separate Tanks. Bei der Erwärmung des äußeren Heizungs­wassers wird das innen befindliche Trink­wasser direkt mit erhitzt.

Frischwasser-Kombi

Die Frischwasser-Kombi kombiniert Speicherung und Durch­lauf-Prinzip, indem auf Abruf benötigtes Frisch­wasser vom gespeicherten Wasser durch Wärme­übertragung erwärmt wird, die Kreisläufe jedoch getrennt bleiben, was vor Legionellen­bildung schützt.

Kleinspeicher

Um schnell und komfortabel heißes Wasser bereitzustellen, gibt es Klein­speicher, die zum Beispiel unter einem Wasch­becken der Gäste­toilette positioniert werden können. Durch ein sehr kurzes Rohr­leitungs­system ist es wirtschaftlich, wenn häufig kleinere Warm­wasser­mengen verwendet werden sollen. Solche Klein­speicher sind ideal für Wasser­mengen zwischen 5 und fünfzehn Litern. Sollte jedoch nur sehr selten Warm­wasser an der betreffenden Stelle benötigt werden, sollte man einen kleinen Durchlauf­erhitzer in Betracht ziehen.

Warmwasserboiler

Wenn größere Mengen an Warm­wasser an der Zapf­stelle benötigt werden und keine zentrale Warm­wasser­versorgung vorliegt, kann ein moderner Warm­wasser­boiler einem Durchlauf­erhitzer vorgezogen werden. Moderne Geräte dieser Art sind wirtschaftlicher und können je nach Ausführung 25-150 Liter Warm­wasser zur Verfügung stellen. Die Dimensionierung hängt dabei von der Nutzungs­umgebung ab. Kleine Wohnungen werden in der Regel mit einem 70 Liter-Boiler auskommen. Es gibt Elektro­boiler, die mit einem Heiz­stab aufheizen und Gas­boiler, für die ein entsprechender Gas­anschluss vorliegen muss.

Zentrale Heizsysteme

Bei der zentralen Bereit­stellung erfolgt die Wasser­erwärmung über die Heizungs­anlage des Hauses. Das gesamte Warm­wasser wird an einer zentralen Stelle erwärmt und gespeichert und steht bei Bedarf über ein eigenes Rohr­leitungs­system zur Verfügung. Ein Vorteil der zentralen Warm­wasser­bereitung liegt in der Unabhängigkeit von Strom als Energie­träger. Je nach Heiz­system wird das Wasser mit Gas, Öl, Fern- oder Solar­wärme betrieben.

Moderne Brennwert­heizungen können hohe Wirkungs­grade erzielen, indem sie aus den Abgasen Wärme zurück gewinnen. Nachteile bestehen im höheren Wasser­verbrauch und Wärme­verlusten. Bis das Wasser mit der gewünschten Temperatur durch das Rohr­leitungs­system an der Entnahme­stelle angelangt ist, wird kälteres Wasser verbraucht. Die langen Wege führen darüber hinaus zu Energie­verbrauch durch Wärme­verlust.

Dezentrale Heizsysteme

Dezentrale Heizsysteme wie Boiler oder Durch­lauf­erhitzer werden, im Gegensatz zu zentralen Lösungen, in der Regel mit Strom direkt an der jeweiligen Entnahme­stelle betrieben. Ein Nachteil der prinzipiell effizienten Warm­wasser­bereitung sind daher die durch den Strom­betrieb entstehenden Kosten. Mit Erd­gas betriebene Durch­lauf­erhitzer sind zwar teurer in der Anschaffung, jedoch deutlich wirtschaftlicher im Unterhalt als entsprechende Elektro­varianten. Der niedrigere Investitions­aufwand dezentraler Warm­wasser­bereiter relativiert sich dadurch, dass jede Zapf­stelle ein eigenes Gerät benötigt. Die Installations­kosten sind jedoch deutlich geringer als bei der zentralen Variante.

Tipps

Die Frage nach dem besseren Warm­wasser­system lässt sich nicht allgemeingültig beantworten.

  • Je kürzer die Rohrleitung, desto geringer die Wärme­verluste.
  • Einzelne Klein­durchlauf­erhitzer eignen sich für Zapfstellen, die weiter vom Warmwasser­erzeuger entfernt liegen oder selten benutzt werden.
  • Große Durchlauferhitzer eignen sich als Gruppen­versorger für mehrere, dicht beieinanderliegende Zapfstellen.
  • Vollelektronische Durchlauferhitzer eignen sich für mehrere, dicht beieinanderliegende Zapfstellen, an denen gleichzeitig warmes Wasser benötigt wird.
  • Eine Zentralversorgung ist für Mehrpersonen­haushalte mit hohem Wasserbedarf gut geeignet.

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